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»Auf Asche bist du nicht konkurrenzfähig«

»Auf Asche bist du nicht konkurrenzfähig«

05.01.2018
Teil 3 des Interviews mit Trainer Peter Schäfer

Weiter geht es mit dem dritten Teil unseres großen Interviews mit dem neuen Chef-Trainer Peter Schäfer. Unter der Regie von Peter Schäfer konnte die Mannschaft nach dem Rücktritt von Sven Zocher eine Siegesserie starten und den Verein in die oberen Tabellenregionen der Liga führen.

Ingo Elosge hatte an dieser Stelle vor ein paar Tagen sich positiv über den Charakter von Sven Zocher geäußert und hat sich gefreut, dass er die Größe besessen hat um Platz für einen Neuanfang zu schaffen. Wie siehst du das?

Überhaupt, war die Art und Weise wie Sven mit der Situation umgegangen ist sehr angenehm und kollegial. Das habe ich schon ganz anders erlebt und kann Ingo da nur zustimmen.

Du hast einen Mentaltrainer ins Boot geholt, der deine Arbeit als unabhängiger Experte beurteilt. Wie sieht diese Zusammenarbeit aus und was erhoffst du dir davon?

Es geht dabei um Sportpsycholgische Aspekte und schlicht und ergreifend auch darum sich und seine Arbeit zu reflektieren und auch mal von einer objektiven und fachlichen Perspektive bewertet zu werden. Ingo und ich haben ein sehr positives Feedback und auch ein paar wertvolle Tipps von einem absoluten Fachmann bekommen, das war also für uns rundum positiv kann man sagen.

Wichtig ist das die Mannschaft sich entwickelt und wir eine Spiel-Philosophie entwickeln.

Ingo Elosge, Co-Trainer

Ingo Elosge hat in unserem Winterpausen-Interview eine Spielphilosophie für den TC Freisenbruch gefordert. Was hast du hier für Vorstellungen?

Das haben wir ja in diesem Interview schon einmal angeschnitten. Unser Ziel muss es sein mit der Mannschaft einen gemeinsamen Rahmen zu entwickeln. Eine gemeinsame Philosophie eben. Das ist nichts wo wir jetzt hingehen und sagen: "So läuft es ab jetzt! Wir wollen herzerfrischenden Offensivfußball spielen und den Fans ein Spektakel bieten." Und ab morgen ist es soweit. Das funktioniert so nicht und wäre auch viel zu einfach.

Seit rund drei Jahren bist du beim TC Freisenbruch aktiv. Seit dem hat sich eine Menge getan. Von einem Abstiegskandidaten der Kreisliga B hat sich der TC zu einer soliden Kreisliga A Mannschaft entwickelt. Wo soll der Weg des Vereins in den nächsten Jahren noch hinführen?

Natürlich weiter nach oben. Das muss im Fußball doch immer das Ziel sein. Aber ohne, dass wir uns unnötig unter Druck setzen. Ich bin weit davon entfernt zu sagen, dass wir jetzt unbedingt innerhalb der nächste drei Jahre wieder aufsteigen müssen oder so ähnlich. Als Verein müssen wir so eine Entwicklung auch nicht ausschließlich am Tabellenplatz der 1.Mannschaft festmachen.

An welchen Punkten machst du die Entwicklung fest und wie macht sich der TC Freisenbruch?

Da gibt es einiges. Besonders positiv sehe ich sicherlich die Öffentlichkeits- und Pressearbeit der letzten Monate. Aber auch das Marketing, Vereinsleben, die Nachwuchsabteilung und nicht zuletzt die Infrastruktur sind wichtige Aufgabenfelder für uns als Verein.

Das Waldstadion Bergmannsbusch

Wenn es nach den Plänen des Vereins geht, wird der Bergmannsbusch in absehbarer Zeit Geschichte werden. Wirst du das Waldstadion mit einem lachenden oder einem weinenden Auge verlassen?

Sicherlich auch mit einem weinenden. Der Bergmannsbusch hat schon einen besonderen Charme. Aber man muss realistisch sein, auf Asche bist du auf Kurz oder Lang nicht mehr konkurrenzfähig.

Kannst du den Managern die nicht aus Essen kommen, beschreiben was das Besondere am Waldstadion ist und was den Charme ausmacht?

Da kann ich ja jetzt sicherlich nur für mich persönlich sprechen. Als Zuschauer ist es einfach toll, dass man sich in der Natur befindet und von allen Seiten eine erhöhte Blickposition hat und trotzdem sehr nahe am Spielfeld dran ist. Als Spieler ist es auch sehr speziell die Zuschauer so nahe und über einem zu haben. Als Vereinsmitglied fühle ich mich im Busch einfach pudelwohl, alles kommt am Vereinsheim zusammen, man ist mitten in der Natur. Es ist einfach gemütlich im Busch.

Kannst du dir vorstellen, dass auf einem Kunstrasenplatz auch wieder eine Wettbewerbsfähige und große Jugendabteilung in Freisenbruch entwickeln kann?

Das muss natürlich das Ziel aller Beteiligten im Verein sein, aber wir dürfen den ersten Schritt nicht vor dem zweiten machen. Wir haben noch keinen Kunstrasen und der ist auch nicht automatisch eine Sicherheit dafür, dass dir die Kinder sofort die Bude einrennen. Alles steht und fällt mit engagierten und guten Trainern, die gut mit Kindern umgehen können. Diese Leute fallen auch nicht einfach so vom Himmel.

Ich überfordere ich meine Spieler ganz bewusst. Denn wenn ich ihnen am Tag zehn Dinge mitgebe und sie lernen vier davon, bin ich glücklicher, als wenn ich mich an die Lerntheorie halte, in der maximal fünf Dinge pro Tag das Ziel sind, von denen sie sich dann zwei merken können.

Julian Nagelsmann

Ich habe vor einiger Zeit ein Interview mit Julian Nagelsmann gelesen. Nagelsmann versucht seine Spieler regelmäßig mental zu überfordern. Ich habe auch gehört, dass dein Training die Spieler richtig fordert. Wie sieht bei dir die perfekte Trainingseinheit aus?

Da muss man jetzt glaube ich aufpassen mit dem Vokabular. Das klingt zunächst mal nach Stress. Wenn ich im Amateurbereich regelmässig meine Spieler stresse, nachdem sie einen harten Arbeitstag hinter sich hatten, dann geht das nicht lange gut. Psychisch muss der Fußball für unsere Jungs in der Kreisliga eher einen Ausgleich bieten zum Berufsleben. Bei den Spielern von Julian Nagelsmann ist das Training Teil der Arbeit. Trotzdem erwarte ich natürlich auch von unseren Jungs, dass sie bereit sind sich auszupowern. In erster Linie natürlich körperlich. Und ich glaube, dass auch eher das gemeint ist, wenn unsere Jungs davon sprechen, dass das Training anstrengend war. Die Einflüsse von Mentalem Training und kognitiv Anspruchsvollen Aufgaben im Training sind für mich jedoch auch sehr wichtig. Ob es Sinn macht die Spieler damit bewusst zu überfordern weiß ich nicht. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass es dabei ähnliche Adaptationsprozesse gibt wie zum Beispiel beim Krafttraining. Die perfekte Trainingseinheit ist aber mit Sicherheit anstrengend, macht Spaß und bringt uns als Mannschaft und jeden einzelnen ein Stück nach vorne.

Du bist glühender Schalke Anhänger. Wie beurteilst du die Entwicklung deiner Schalker unter Dominic Tedesco?

Tedesco leistet gute Arbeit denke ich. Ich bin vor allem froh, dass der Kader deutlich verkleinert wurde. Ich habe das Gefühl, dass der Anteil an zufriedenen Spielern auch dadurch deutlich höher ist, als in der jüngeren Vergangenheit. In der Hinrunde gab es ein paar starke Spiele und eine besonders schöne Halbzeit, das macht Hoffnung auf mehr. Aber mir ist klar, dass die Qualifikation für die Champions League schon ein großer Erfolg wäre.

Im Forum wurde vor der Saison unter den Online-Managern diskutiert, wie groß der Kader sein soll. Würdest du also auch befürworten, dass eine Mannschaft nicht aus zu vielen Spielern bestehen sollte?

Wenn die Spieler zuverlässig sind, dann tendiere ich eher zu einem kleinen Kader, als zu einem zu großen. Aber das kommt natürlich auch auf die Jungs an. Letztes Jahr hatten wir eine sehr schlechte Trainingsbeteiligung vor allem im Winter. Wir sind mit 25 Spielern ins Projekt gestartet in der Vorsaison, jetzt stehen wir aktuell bei 24 Spielern, die aber wesentlich zuverlässiger und motivierter sind. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

In der Bundesliga setzen sich immer mehr junge Trainer durch. Auch in der Kreisliga gibt es immer mehr Trainer die nicht einmal 30 Jahre alt sind. Du hingegen bist schon seit einer gefühlten Ewigkeit Trainer steigst aber erst mit fast 40 in den Senioren-Fußball ein. Siehst du diese Entwicklung ähnlich wie Mehmet Scholl kritisch oder belebt das den Fußball durch viele frische Ideen?

Erst einmal bin ich noch lange keine 40. Wie überall im Sport gilt auch für die Trainer das Leistungsprinzip. Wer gute Arbeit leistet, der hat es auch verdient da oben zu trainieren. Julian Nagelsmann war der jüngste bisher und macht in meinen Augen einen sehr guten Job. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen oder?

 Du hast jahrelang Jugendmannschaften trainiert. Von der F-Jugend bis zur A-Jugend gab es keine Altersklasse die du nicht trainiert hast. Wo sind die Unterschiede zwischen einer Leistungsstarken A-Jugend und einer Kreisliga Mannschaft?

Es ist natürlich schon noch was anderes im Seniorenbereich zu trainieren. In der A-Jugend gehen die meisten noch zur Schule, machen vielleicht gerade ihren Führerschein und leben in einer ganz anderen Welt. Im Seniorenfußball hast du es vielleicht mit Familienvätern zu tun die den ganzen Tag malochen und von der Baustelle zum Training kommen. Fußballerisch gibt es da schon eher parallelen als beispielweise in der Mannschaftsführung denke ich.

Weiter geht es am Montag mit dem vierten und letzten Teil des großen Interviews mit Peter Schäfer!

Komplettes Interview lesen:

Tabelle
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  • 6. TC Freisenbruch
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